Fuerteventura
Kein Baum, kein Strauch. Nur kahle Berghänge und weite Geröllfelder. Wer zum ersten Mal auf Fuerteventura landet, mag erschrecken: Wo bin ich hier gelandet? Auf dem Mond? Doch spätestens wenn man mit dem Bus durch die oasenähnliche Täler fährt, hellt sich die Stimmung auf. Und an der Küste im Hotel angekommen, ist der erste Verdruss vergessen: Kilometerlange weißgoldene Dünenstrände begeistern jeden Badebesucher. Zu jeder Jahreszeit. Auf der zweitgrößten Kanaren-Insel herrscht über das ganze Jahr ein warm-gemäßigtes Klima. Auch im Januar fallen die Temperaturen selten unter 19 Grad.

Sand und Meer – das hat Fuerteventura im Überfluss zu bieten. Selten in der Hochsaison in den europäischen Wintertagen findet jeder Besucher einen lauschigen Platz zum Erholen und Sonnenbaden. Und auch Wassersportlern bieten sich paradiesische Möglichkeiten. Tauchen und Surfen sind die bevorzugten Sportarten auf Fuerteventura. Besonders Surfer – egal ob Anfänger, Könner und richtige Profis - finden nirgendwo bessere Wind- und Wasserverhältnisse.
Taucher schätzen die faszinierenden Unterwasserwelt der Vulkaninsel, besonders in der Meerenge zwischen Corralejo und dem vorgelagerten Eiland Lobos.

Wer dann mal genug von Sonne und Wasser hat, sollte in einen Mietwagen und die Ruhe und die fast irreale Abgeschiedenheit der Insel erkunden. In den kleinen Fischerdörfern oder manch anderen Siedlung scheint sich seit Jahrhunderten nicht geändert zu haben. Freunde von Kulturevents werden sicher enttäuscht werden.
Das Angebot an Kirchen, Museen oder anderer Kulturdenkmälern ist doch sehr übersichtlich. Doch der Reiz der Insel liegt in seiner bizarren, urtümlichen Landschaft der Insel. Wer einmal die grell leuchtenden Berghänge im Sonnenlicht erlebt und dazu einen Sonnenuntergang an den einsamen Stränden an der Westküste genossen hat, wird seinen Aufenthalt auf Fuerteventura nicht mehr vergessen.

Und nicht wenige verfallen schnell der asketischen Schönheit der Insel und kommen jedes Jahr wieder her. Sie halten sich an die Weisheit des spanischen Schriftsteller Miguel de Unamuno y Jugo. Für ihn war die Wüsteninsel schlicht „die Oase in der Wüste der Zivilisation“.